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KAPITEL 0 Einführung Artur Lang 30.03.2023

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Bilder: Artur Lang / Quelle: HR
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Diese Webseite ist dem Gitarrenbauer Artur Lang und seinen Instrumenten gewidmet.

Seine Gitarren befinden sich auf allerhöchstem handwerklichen und klanglichen Niveau und zählen zu den Höhepunkten deutscher Gitarrenbaukunst.

Bereits im Jahr 2002 hatte mein Freund, Daniel Beurer, eine Internetseite (www.lang-gitarren.de) ins Netz gestellt, welche ich geraume Zeit später als Co-Autor mitgestalten durfte.

Leider war der Programmaufbau den rasant gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen, was zur Folge hatte, dass das Einbinden von anspruchsvollen Graphiken einen immensen, unzumutbaren Zeitaufwand erforderte. Aus diesem Grund wurde die Seite im Jahr 2012, zum Leidwesen seiner Fangemeinde, vom Netz genommen.

Nun möchte ich mein Versprechen einlösen und einen ausführlichen Bericht über Artur Lang und seine Gitarren einstellen.

Da der Artikel sehr umfangreich ist habe ich ihn, ähnlich wie meinen Bericht über ROGER-GUITARREN, in Kapitel aufgeteilt. Das vereinfacht das Navigieren und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Neues, Ergänzungen oder Korrekturen problemlos einzufügen. Einen Teil der Beiträge aus der gelöschten Seite werde ich in die neue Version übernehmen.

Die Publikation beginnt mit dem ersten Teilabschnitt und wird kontinuierlich fortgeführt.

Ich betrachte es als Verpflichtung und Ehre zugleich, über das Leben und Schaffen des berühmtesten deutschen Gitarrenbauers zu berichten, dessen Leidenschaft es war, Instrumente zu bauen, die in allen Belangen neue Maßstäbe gesetzt haben.

Mir war von Anfang an bewusst, dass dieses Unterfangen kein Leichtes werden würde, denn im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern gibt es bei Lang keine Nummern oder Listen mit deren Hilfe man entweder das Baudatum oder die Anzahl der gefertigten Gitarren bestimmen kann.

Eine Antwort auf diese Fragen ist nur über die zeitliche Zuordnung der einzelnen Entwicklungsschritte die der Meister über die gesamte Periode seines Schaffens implementiert hat möglich.

Über die Restauration, Vermessung und Dokumentation von über 100 Lang-Gitarren, einschließlich umfangreichem Bildmaterial von weiteren zweihundert Instrumenten, sammelte ich die notwendigen Informationen für mein umfangreiches Vorhaben.

Darüber hinaus verspürte ich, geprägt durch meine berufliche Entwicklungstätigkeit, ein unbändiges Verlangen, den Geheimnissen der außergewöhnlichen akustischen Präsenz der Gitarren auf die Spur zu kommen.

Als Autor möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Herbert Rittinger und ich sammle, restauriere und spiele alte deutsche Schlaggitarren seit vielen Jahren.

Als Teenager hatte ich, Ende der 50er Jahre, meine erste Begegnung mit den Gitarren von Artur Lang. In Schramberg sorgte zu dieser Zeit eine Tanzkapelle für Furore. Der virtuose Gitarrist, Bandleader und Namensgeber des ROLF-EBERHARD-QUINTETTS, war ein Fan von Lang und dessen Instrumenten.

Die allwöchentlichen Auftritte der Band, die ich selten versäumte, haben in mir die Liebe zur Musik und zur Gitarre geweckt.

Bereits 1952 lernte Rolf Eberhard Artur Lang kennen und verbrachte in den darauffolgenden 18 Jahren seine Sommerferien regelmäßig im Werdenfelser Land. Besuche in der Meisterwerkstatt in Garmisch-Partenkirchen waren fester Bestandteil seines Urlaubsprogramms, denn hier orderte er die neuesten Gitarrenmodelle für sich und seine Schüler.

Rolfs intime Kenntnisse über Entwicklungsschritte und Durchlaufzeiten bei den Kleinserien habe ich es zu verdanken, dass ich eine realistische Berechnung über die Gesamtstückzahl der gefertigten Schlaggitarren erstellen konnte.

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Bild: Rolf Eberhard-Quintett / Quelle: HR

Im Jahre 1959 kaufte ich meine erste Gitarre, eine FRAMUS-BILLY-LORENTO und bekam meine ersten Gitarren-Unterrichtsstunden. Zu diesem Zeitpunkt war für mich eine LANG, mit einem Kaufpreis von knapp 1000 DM, leider unerschwinglich.

5 Jahre später, im März 1964, habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und das erste Instrument, zum Preis von DM 1080, vom legendären Meister gekauft.

In den folgenden Jahren ist mein musikalisches Hobby infolge Beruf, Studium und Privatleben fast in Vergessenheit geraten.

Im Jahre 2000 sollte dann etwas passieren was die Lage in Bezug auf meine heimliche Liebe völlig verändert hat:

Beim Öffnen des Koffers meiner LANG, die ich die ganzen Jahre über gehütet hatte wie meinen Augapfel, stellte ich mit Schrecken fest, daß sich der Hals vom Korpus gelöst hatte. Für mich stand außer Frage, die Gitarre zur Reparatur in fremde Hände zu geben und so war für mich das passgenaue Einleimen des Halses die erste große Herausforderung und gleichzeitig der Beginn meiner neuen Leidenschaft, der Sammlung und Restaurierung alter deutscher Schlaggitarren.

Angeregt durch die Webseite von Daniel Beurer mit dem ich seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden bin und durch die Bücher von Norbert Schnepel und Helmuth Lemme, habe ich begonnen zu recherchieren und konnte in der Folgezeit viele neue interessante Informationen über das Leben und Schaffen der bekanntesten deutschen Gitarrenbauer sammeln und ich fühle mich verpflichtet dieses Wissen ständig zu erweitern und als Hommage an die genialen Handwerker für die Nachwelt zu erhalten.

Eine weitere spannende Herausforderung ist für mich die Optimierung des akustischen Klangs der Instrumente. Hier bietet sich die Chance, jahrhundertealte handwerkliche Erfahrung mittels modernsten technischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu ergründen und weiterzuentwickeln.

Es erfüllt mich mit großer Freude, daß es in Deutschland vermehrt Bemühungen gibt, das Thema Jazz / Schlaggitarren wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Hinweis in eigener Sache:
Alle Gitarren mit dem Logo HR auf dem Schlagbrett wurden von mir aufwendig restauriert und befinden sich optisch und klanglich in optimalem Zustand. Sie sind mein Eigentum und unverkäuflich. Ein wichtiger Aspekt ist die auffällige Platzierung meiner Initialien, durch die unlautere und betrügerische Aktivitäten erschwert werden. Unseriöse Verkäufer und Betrüger in den sozialen Medien, vor allem in den Verkaufsportalen, benutzen wahllos Bilder und Texte aus meinen Artikeln für Ihre illegalen Absichten. Mittlerweile existiert jedoch eine zahlreiche und gut vernetzte Community, die vor Falschinformationen und betrügerischen Aktionen warnt und diese auch meldet.

Herbert Rittinger / 30.03.2023

KAPITEL 11 SONSTIGES

WAS LANG-GITARREN SO EINZIGARTIG MACHT

Artur Lang, geboren im Sternbild des Skorpions, wurde das Streben nach Perfektion bereits in die Wiege gelegt.

Das Schicksal wollte es so, dass er mehrere Jahre nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung zum Gitarrenbauer, im Zuge der Einverleibung des Sudetenlandes in das Deutsche Reich, zum Flugzeugbauer umgeschult wurde.

Diese Tätigkeit hatte gravierende Auswirkungen auf seine spätere Arbeit, denn hier lernte er die Gesetze von Statik und Dynamik in Verbindung mit Leichtbau kennen.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse hat er beim Bau seiner Gitarren konsequent umgesetzt.

Seine Arbeitsweise war akribisch, auch dort, wo es funktional nicht unbedingt erforderlich war.

Das Streben nach optimalem akustischen Klang und bestmöglichem Handling war stet sein wichtigstes Anliegen. Gemäß dem Wahlspruch „Das Bessere ist des Guten Feind“ betrieb er, in stetigem Dialog mit seinen Spielerkunden, eine permanente Weiterentwicklung seiner Instrumente.

Seine Liebe zum Beruf war stets größer als jegliches kommerzielles Interesse.

Sein Ein-Mann Betrieb mit maximaler Fertigungstiefe war der Garant für die gleichbleibend hohe Qualität seiner Erzeugnisse.

Folgende Punkte sind verantwortlich für die Präzision und akustische Brillanz von Lang-Gitarren:

  • Optimales konstruktives Konzept
  • Verwendung von qualitativ hochwertigen Hölzern und bester Hardware
  • Präzise handwerkliche Arbeit bei der Durchführung der einzelnen Arbeitsschritte
  • Stabile Bauweise und individuelle Deckengestaltung liefert starke Mitten und ein langes Sustain,
  • Geringe Halskonizität erzeugt enges Frequenzband mit hoher Schwingungsamplitude
  • Halsfrequenz mit Korpusfrequenz abgestimmt verhindert Interferenz ( dead spots)
  • Spezielle Lackierung weniger Verspannungen im Korpus gute Ansprache

SCHLUSSWORT

Was lange währt, wird endlich gut..!

Dieses bekannte Sprichwort trifft in besonderem Maße für das Essay über Artur Lang zu.

Die Gründe, die für die zeitliche Verzögerung verantwortlich waren, sind vielfältig.

Nun ist es aber soweit. Der Anfang ist gemacht!

Die Aufklärung des Mythos LANG ist für mich Herzensangelegenheit und eine Hommage an den berühmtesten deutschen Gitarrenbauer.

Meine Aufgabe besteht darin, Daten und Fakten zu sammeln und wie ein Mosaik zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Das Thema ist, vor allem im Hinblick auf die bauliche Vielfalt, äußerst komplex. Diesbezüglich haben sich meine jahrzehntelangen Erfahrungen in der Restauration und Dokumentation von Schlaggitarren als äußerst nützlich erwiesen.

Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass trotz aller Sorgfalt und Prüfung, Korrekturen und Ergänzungen nötig sein werden. Es würde mich sehr freuen wenn sich viele Besitzer von LANG-Gitarren melden und mit authentischen Geschichten und Daten zur kontinuierlichen Entwicklung dieses Berichts beitragen würden.

Aufgrund meiner positiven Erfahrungen mit meinem Artikel über ROGER GUITARREN, habe ich beschlossen, auch diesen Bericht ins Netz zu stellen anstatt ein Buch herauszugeben.

Folgende Gründe waren dafür ausschlaggebend:

  • Geringere Kosten für den Autor
  • Kostenlos für den User
  • Informationen weltweit abrufbar
  • Feedback mit Infos zum Thema
  • Möglichkeit der Erweiterung und Korrektur durch regelmäßige Updates.

Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mit den Instrumenten des genialen Meisters befasse. Wenn ich mit den wenigen Akkorden derer ich mächtig bin, diese Kunstwerke zum Klingen bringe, bin ich erfüllt von Glück und Dankbarkeit, solch wundervolle Gitarren besitzen und pflegen zu dürfen.

DANKSAGUNG

Es ist mir ein großes Anliegen, mich bei den Personen ausdrücklich zu bedanken, die mich bei meinen Recherchen über den besten deutschen Gitarrenbauer unterstützt haben. Ohne deren wertvolles INFO-und DOKU-Material wäre ein detailgetreuer Bericht über das Leben und Wirken von Artur Lang so nicht möglich gewesen.

Frau Adele Lang, Ehefrau von Artur Lang und Tochter Erika

Von ihnen habe ich wertvolle Infos und Bildmaterial über die Historie, das Privatleben und Wirken von Artur Lang bekommen.

Rolf Eberhard gestorben 14.05.2005

Gitarrist, Bandleader und Lang-Fan seit 1952, benutzte seinen alljährlichen Urlaub im Werdenfelser Land um bei Artur Lang Gitarren für sich und seine Schüler in Auftrag zu geben und abzuholen. Er war es, der in mir die Leidenschaft für diese Instrumente weckte. Von ihm habe ich detaillierte Infos über die Arbeitsweise von Lang und dessen Prinzip der Kleinserienfertigung erhalten.

Erich Rauschmayr gestorben 15.02.2016

Gitarrenbauer und freier Mitarbeiter von A. Lang, für den er Konzertgitarren gebaut hat. Durch seine regelmäßigen Besuche in dessen Werkstatt hatte er intime Kenntnisse über die Fertigungsabläufe zur Herstellung der Schlaggitarren von Lang. Für mich war es ein Glücksfall, dass ich ihn kennenlernen durfte.

Gerald Fuchs

Sohn von Franz Fuchs, wohnte zusammen mit der Familie Lang in der ehemaligen Kaserne in der Breitenau und ist Zeitzeuge vom Beginn der Ära LANG. Dank seiner Überlieferungen konnte dieser Zeitabschnitt ausreichend dokumentiert werden.

Karl Hermann Brauns gestorben 05.12.2011

Früherer Inhaber von Musik Schmidt in Frankfurt. Dessen Vater, Friedrich Brauns, entwickelte zusammen mit Artur Lang ein Modell, das unter dem Logo PRÄMUS bekannt wurde. Friedrich Brauns war auch verantwortlich für die Zusammenarbeit von Walter Zöphel mit Lang aus der das Logo MASTRO ARTURO entstand. Herr Karl Hermann Brauns war zum Zeitpunkt des Beginns der Zusammenarbeit mit Artur Lang bereits im elterlichen Betrieb tätig. Ihm verdanke ich wertvolles Info-Material aus dieser Zeit.

Daniel Beurer

Mein Freund, Gitarrist und Autor der ersten Lang-Webseite (lang-gitarren.de)

Das Thema LANG-Gitarren hat uns zusammengeführt und verbindet uns bis heute.

Helmuth Lemme

Spezialist von Gitarrenelektronik und Herausgeber mehrerer Bücher. Er war Mitautor des Standardwerks ELEKTROGITARREN MADE IN GERMANY.

Von ihm bekam ich die Kopie eines Briefes, den er im Rahmen der Recherche zum vorgenannten Buch von Frau Adele Lang bekommen hat. Vielen Dank!

Dr. Elmar Kesenheimer

Freund und Jazzfan, der sich neben der Musik sehr für Instrumente, deren Herkunft, Bauweise und Klang interessiert. Einige seiner Recherchen und Infos sind in diesen Bericht eingeflossen.
Er war es auch, der den ROGER-BERICHT ins Englische übersetzt hat.

Wolfgang Kramer

Sammler, Spieler und Autor von Artikeln über Jazzgitarren, unter anderem auch über Artur Lang. Er besaß in früherer Zeit eine Anzahl von Lang-Gitarren. Vielen Dank für die bereitwillige Überlassung von Unterlagen.

Dr. Martin Kemmler, Kield Andersson

Freunde und Gitarren Enthusiasten, denen neben den Instrumenten auch die Historie der deutschen Schlaggitarren sehr am Herzen liegt. Ihre Anregungen und Infos habe ich gerne angenommen.

Stefan Lob

Mein ganz besonderer Dank gilt meinem Freund Stefan Lob, der durch die Beschaffung von Kontaktadressen, Infos und Bildmaterial einen großen Beitrag geleistet hat. Ein extra Lob an Stefan für die Bereitschaft diesen umfangreichen Artikel ins Netz zu stellen.

Mein Dank gilt auch allen Freunden und Bekannten, Sammlern und Gitarren-Verrückten, die durch Anregungen, Bilder, Infos und Daten einen Beitrag zu diesem Artikel geleistet haben.

KONTAKT

Liebe Freunde und Fans von ARTUR LANG und seinen Gitarren

Wie eingangs schon erwähnt soll der Bericht ständig erweitert und verbessert werden.

Dazu brauche ich Eure Hilfe!

Bitte schickt mir Bilder, Infos und Geschichten über Artur Lang und seine Instrumente über das Kontakt Formular!

Ich freue mich auf Eure Mitarbeit.

Herbert Rittinger, im Juli 2020

Copyright:

Auszüge aus diesem Artikel, einschließlich Bildkopien dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors veröffentlicht werden.

Kapitel 10 LANG – GESCHICHTEN 

An dieser Stelle wende ich mich an alle Lang-Enthusiasten mit der Bitte, mir Bilder von ihren Instrumenten zuzuschicken, zusammen mit einer kleinen persönlichen Geschichte.

Die ersten 12 Stories wurden von der alten Lang-Seite übernommen.

Alle weiteren Beiträge werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Artur Lang Archtop 1954
Artur Lang Archtop 1954
Artur Lang Archtop 1954
„A home for vintage guitars“
„A home for vintage guitars“
„A home for vintage guitars“
Tats Ohisa -Tokio
Tats Ohisa -Tokio
Tats Ohisa -Tokio
Maccaferri – Selmer – Style
Maccaferri – Selmer – Style
Maccaferri – Selmer – Style
Aber Dich gibt`s nur einmal für mich...
Aber Dich gibt`s nur einmal für mich...
Aber Dich gibt`s nur einmal für mich...
ArturLang  Non-Cutaway
ArturLang Non-Cutaway
ArturLang Non-Cutaway
Prämus
Prämus
Prämus
Für`n Appel und n`Ei
Für`n Appel und n`Ei
Für`n Appel und n`Ei
Theo Scharpachs "Vienna Sunset"
Theo Scharpachs "Vienna Sunset"
Theo Scharpachs "Vienna Sunset"
"Archtop Germany"
"Archtop Germany"
"Archtop Germany"
"Lang Flattop? Ich bin platt!"
"Lang Flattop? Ich bin platt!"
"Lang Flattop? Ich bin platt!"
" A long way from home"
" A long way from home"
" A long way from home"
Waschmaschine gegen Gitarre...
Waschmaschine gegen Gitarre...
Waschmaschine gegen Gitarre...
Der Schatz aus dem Sperrmüll
Der Schatz aus dem Sperrmüll
Der Schatz aus dem Sperrmüll

KAPITEL 07 ALLGEMEINE INFOS

STÜCKZAHLEN

Nach übereinstimmenden Aussagen von mehreren Zeitzeugen die den Meister in seiner Werkstatt regelmäßig aufsuchten, hat Artur Lang immer eine Kleinserie von baugleichen Gitarren angefertigt, wobei 6 Stück die Regel waren. Unterschiede gab es nur in der Auswahl des Bindings, der Hardware und der Lackierung.

Die Durchlaufzeit einer kompletten Charge dauerte etwa 6 bis 7 Wochen.

Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung des Zeitaufwands für Service, Administration und Akquisition wurde eine maximale Jahresproduktion von 35 Gitarren ermittelt.

Im nächsten Schritt wurde eine Produktabsatzkurve generiert, die den Anstieg und den Rückgang der Produktion über den gesamten Zeitraum berücksichtigt.

Die Ergebnisse der Produktabsatzkurve in Tabellenform:

Nachfolgend die Kopie eines Briefes von Artur Lang über seine gesundheitliche Situation

 

PROSPEKTE UND PREISLISTEN

PROSPEKT LANG

PROSPEKT KLIER

Bilder: Prospekt Klier Quelle: Stefan Lob

PROSPEKT PRÄMUS

VERTREIBER VON LANG-GITARREN

LANG – GITARREN ON STAGE

An dieser Stelle gibt es Bilder und Infos darüber, in welchen Bands und von welchen Musikern LANG-Gitarren, in der Vergangenheit und in der Gegenwart, gespielt werden.

BANDS – ORCHESTER

Alpenland-Power
Author: h.ritt
« von 40 »

MUSIKER – INTERPRETEN

Rolf Eberhard mit 19 Zoll LANG
Author: h.ritt
« von 48 »

AUDIOS MIT LANG-GITARREN

Beurer-DreamALittleDream

Beurer-Somewhere

Beurer-There Will Never Be Another You

Martin Kemmler

VIDEOS MIT LANG-GITARREN

Artur Lang Kopie von Erich Rauschmeier

KAPITEL 02 MODELLE / SPEZIFIKATIONEN

Um einen Überblick über die immense Vielfalt der von Artur Lang gebauten Instrumente zu bekommen, ist es sinnvoll und notwendig, diese in Modellgruppen einzuordnen. Die Einteilung dient zur Identifikation und zeitlichen Zuordnung und gibt darüber hinaus Aufschluss über die Entwicklungsgeschichte.

Die Systematik der Zuordnung wurde entwickelt anhand der Daten von über 300 Lang-Exponaten.

Die Typenbezeichnungen von Katalogen der Vertreiber wurden übernommen. Bedingt durch die unzähligen Konstruktions und Ausführungsvarianten gibt es Grenzfälle und Überschneidungen. Über einige davon wird in der Rubrik Sondermodelle berichtet

ZUPFINSTRUMENTE

KZG – Konzertgitarre

Bild 1: Katalog / Quelle: HR

Basisdaten:

  • Gesamtlänge                97,5 cm
  • Breite großer Bug      38 cm
  • Breite kleiner Bug      30 cm
  • Taille                                  25 cm
  • Korpuslänge                 49 cm
  • Zargenhöhe                  10 cm
  • Mensur                           63 cm
  • Anz. Der Bünde          19
  • Gesamtgewicht         ca.1600 gr

WAGWappengitarre

Basisdaten:

  • Anzahl der Saiten       11 + 6
  • Breite großer Bug     45 cm
  • Gesamtlänge               126 cm
  • Zargenhöhe                 9 cm
  • Anz. Der Bünde          22

KOG – Kontragitarre

Dieses Modell gibt es in 2 Korpusgrößen   :

Korpus klein

Bild 1-10:     Korpus klein mit Edelholz-Kopfplatte /Quelle: HR
Bild 11: Korpus klein mit schwarzer Kopfplatte/Quelle: HR

Korpus groß

Bild 1-8: Korpus groß mit gravierter Metallkopfplatte        Quelle: Mitchel Klein

      Basisdaten:                                  kleiner Korpus                 großer Korpus

  • Anzahl der Saiten                          9 + 6                                
  • Gesamtlänge                                   115 cm
  • Breite großer Bug                         41 cm                                 42,5 cm                                         
  • Breite kleiner Bug                         32,5 cm                            34 cm
  • Taille                                                     25,5 cm                            27 cm
  • Korpuslänge                                     48 cm                               49 cm
  • Zargenhöhe                                      7 bis 8,5 cm                     
  • Mensur                                                63 cm
  • Der Bünde                                         20/21
  • Gewicht                                              ca 2900 gr                       ca 3000 gr

KOB – Kontrabass

W02-03
Bild: KOB Quelle: HR

SCHLAGGITARREN – KORPUS KLEIN – OHNE CUTAWAY

Die ersten Schlaggitarren waren ohne Cutaway mit einer Korpusbreite von 42,5 cm, wobei der Hals und die Kopfplatte eine enge Verwandtschaft mit den Schwestern aus dem klassischen Bereich aufweisen.

Bild 1: Werkstatt Breitenau -1, Quelle: HR
Bild 2-4: Entwicklungsmodell, Quelle: Bernd Heim

Es gibt 2 Varianten mit folgender Spezifikation:

KOS – Noncut Standard

 Basisdaten:

  • Gesamtgewicht ohne PU          2500-2700 Gramm
  • Gesamtlänge                                   ca. 105 cm
  • Hals-Korpusübergang                Ende 14. Bund
  • Halsbefestigung                            geleimt
  • Mensur                                               63,5 (selten 63)
  • Korpusbreite großer Bug         ca. 42,5 cm
  • Korpusbreite kleiner Bug         31-32 cm
  • Taille                                                    26,5 cm
  • Korpuslänge                                    52-53 cm
  • Halsbefestigung                           eingeleimt
  • Schalllochform                              F
  • Länge F-Loch                                210mm
  • Kopfplattenform                         unsymmetrisch
  • Kopfplattenauflage                   Ebenholz mt 1-fach Binding (selten ohne)
  • Kopfplattenlogo                          Perloid
  • Halssperrung                                5-fach (selten 7-fach)
  • Halsverstärkung                         Metallschiene
  • Hals-Kopfplatte                          einstückig
  • Volute                                               ja
  • Bundmarken                                 keine (selten 5 Dots)
  • Griffbrett                                        Palisander (selten Ebenholz)
  • Griffbretteinlagen                     5 Balken aus Perloid (selten Dots)
  • Anzahl Binding                            Decke/Boden 8/1
  • Anzahl Schalllochbinding      1/2
  • Zargenbinding                            nein
  • Saitenhalter                                 V-Form, graviert
  • Steg                                                 Ebenholz, verstellbar
  • Schlagbrett                                 Standard lang
  • Lackierung                                  natur / redsunburst

Von diesem Modell wurden wenige Exemplare mit dem Logo Mastro Arturo an Zöphel geliefert.

KOS – Mastro Arturo

KOL – Noncut Luxus

Bilder: KOL Quelle: HR

  Die Spezifikation entspricht dem Modell KOS mit folgenden Attributen:

  • Halssperrung                   7-fach
  • Griffbrett                           Ebenholz
  • Griffbretteinlagen         6 parallelogrammförmige Einlagen aus Perlmutt
  • Bundmarken                    5 Stück, kreisförmig
  • Kopfplattenlogo             Perlmutt

SCHLAGGITARREN KORPUS KLEIN MIT CUTAWAY

KFS – Modell Standard mit flachem Cutaway  

Die Spezifikation entspricht dem Modell KOS mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher sichelförmig
  • Halssperrung 7-fach
  • Griffbrett Ebenholz
  • Griffbretteilagen Dots
  • Saitenhalter ABM Jazz
  • Schlagbrettform Standard

KNS – Modell Standard mit normalem Cutaway

  Die Spezifikation entspricht dem Modell KNF mit folgenden Attributen:

  • Cutaway                        Normal
  • Halssperrung              5-fach
  • Griffbretteinlagen    balkenförmig aus Perloid
  • Mechaniken                 Band, offen
  • Saitenhalter                ABM Jazz
  • Schlagbrettform       Standard

KNL – Modell Luxus mit normalem Cutaway

 Die Spezifikation entspricht dem Modell KOS mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher                    geteilt
  • Bodenbinding                mehrfach
  • Zargenbinding              2-fach
  • Griffbrett                         Ebenholz
  • Griffbretteinlagen      parallelogrammförmig, aus Perlmutt
  • Bundmarken                 kreisförmig
  • Kopfplattenauflage   Metallplatte, graviert
  • Mechaniken                  Einzeln, offen

Die Komponenten dieser Gitarre stammen aus der Werkstatt von Artur Lang.

Eine Aussage darüber, ob der Korpus in Einzelteilen oder komplett von Lang geliefert wurde, ist anhand der Bilder nicht möglich. Dazu wäre ein Blick ins Innere erforderlich.

Gustav Glassl hat diese Gitarre konfektioniert, lackiert und an die Firma Hopf geliefert.

Die etwas größere, gravierte Kopfplatte hat dieselben Abmessungen wie jene von der HOPF 320L.

Die 64er Mensur, die rote Griffbretteinlage aus Plastik im zwölften Bund, Einzelmechaniken mit Butterfly-Wirbeln, sowie der Saitenhalter von ABM, sind typische Merkmale von Gustav Glassl.

Bislang existieren keine Unterlagen über ein derartiges von Artur Lang geliefertes Modell.

ÖKO – MODELLE – KORPUS KLEIN

Diese Instrumentenreihe entwickelte Artur Lang, Mitte der 60er Jahre, unter folgenden Prämissen:

  • Günstiges Preis-Leistungsverhältnis
  • Bauart und Korpusabmessungen auf Basis des Modells KNS
  • Halskonstruktion geeignet für moderne Spieltechnik
  • Geringe Anfälligkeit gegen Feedback

Das Konzept unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den übrigen Modellen. Auffälligstes Merkmal ist die, für LANG-Verhältnisse, starke Halskonizität, die den Spielern das nötige Spacing für Fingerpicking-Style bietet. Die massiven, gepressten Decken und Böden, in Verbindung mit der handlichen Korpusgröße, ermöglichen niedrigere Herstellungskosten. Weitere kostensenkende Maßnahmen sind der Verzicht auf das Binding an der Kopflatte und auf der Zarge, ein einfacherer Saitenhalter ohne Gravur, sowie kreisrunde Einlagen im Griffbrett.

Die Gitarren bestechen durch ein hervorragendes Klangverhalten und komfortables Handling.

In Verbindung mit einem günstigen Kaufpreis, bieten diese Instrumente eine ökonomische Alternative zu den großen Modellen, die kompomisslos für den akustischen Einsatz in Bigbands konzipiert sind.

Von dieser Baureihe gibt es 2 Varianten

OES – Standardmodell

Das Modell OES gibt es auch mit sichelförmigen Schalllöchern  

Spezifikation wie NON-CUT-Modell KOS mit folgenden Attributen:

  • Cutaway                               Normal
  • Decke                                    Fichte massiv, gepresst
  • Boden                                   Ahorn massiv, gepresst
  • Schalllochformen           Sichel und F, Länge 190mm
  • Halssperrung                    7-fach
  • Volute                                  mit oder ohne
  • Griffbrett                           Ebenholz
  • Griffbretteinlagen         in 6 Bünden, kreisförmig, Perlmutt
  • Mensur (cm)                     63
  • Kopfplattenbinding      nein
  • Mechaniken                     Band, offen
  • Saitenhalter                    ABM-Jazz ohne Gravur
  • Schlagbrettform           Standard (selten Niere
  • Halsverstärkung            Metallschiene oder Trussrod“

OEL – Luxusmodell

Spezifikation wie OES, mit folgenden Attributen:

  • Bodenbinding                     1-oder 8-fach
  • Zargenbinding                   2-fach
  • Halsverstärkung              Trussrod
  • Kopfplattenbinding         1-fach
  • Kopfplattenlogo               Perlmutt
  • Griffbretteinlagen            parallelogrammförmig, Perlmutt
  • Mechaniken                        einzeln, offen oder gekapselt
  • Saitenhalter                        V-Form mit Gravur

SCHLAGGITARREN MIT TIEFEM CUTAWAY

W01-01
Bild: Werkstatt Breitenau Quelle: HR

Es war das Jahr 1950-51 als Artur Lang in Kontakt kam mit Gustav Glassl, einem etwas jüngeren Kollegen, den dasselbe Schicksal nach Tennenlohe verschlagen hatte. Gustav Glassl, geboren 1923 in Schönbach, erlernte von 1937 bis 1940 das Gitarrenbauerhandwerk bei Franz Hirsch in Schönbach. Nach dem Krieg arbeitete er, bis zum Beginn seiner Selbstständigkeit im Jahre 1950, bei Arnold Hoyer. Über seinen Lehrmeister hatte Gustav Glassl Kenntnis über alle Details der ersten deutschen Jazzgitarre mit Cutaway.

Hier gibt es ausführliche Infos zur Entstehungsgeschichte dieses berühmten Modells, das alle bekannten deutschen Hersteller im Programm hatten. 

www.schlaggitarren.de/home.php?text=hersteller&kenn=90

Artur Lang hatte in Garmisch Partenkirchen kurze Zeit vorher mit dem Bau von Zupfinstrumenten begonnen und verfügte bereits über Prototypen von Schlaggitarren ohne Cutaway. Nun bekam er von Gustav Glassl ausführliche Informationen über das neue Modell mit tiefem Ausschnitt.

Dieses fortschrittliche Konzept hat AL als Grundlage für den Bau seiner Schlaggitarren übernommen. Als Gegenleistung fertigte er fortan Hälse für Gustav Glassl, der als spezialisierter Korpusbauer (Schachtelmacher) diese Komponenten stets von verschiedenen Herstellern zugeliefert bekam.

Die geschäftliche und persönliche Beziehung zwischen den beiden Gitarrenbaumeistern war zeitlebends sehr eng und freundschaftlich. Ein Beweis dafür ist, dass GG das später von Lang entwickelte Modell mit großem Korpus und flachem Cutaway kopieren und vermarkten durfte.

Die ersten neuen Schlaggitarren aus der Wekstatt von Lang hatten tropfenförmige Schalllöcher und sahen dem Original von ROGER noch zum Verwechseln ähnlich.

Bereits zum Ende des Jahres 1951 wurden die ersten Gitarren mit tiefem Cutaway an Interessenten in der näheren Umgebung verkauft. In Windeseile verbreitete sich unter den zahlreichen Musikern die Kunde über die hervorragende Bespielbarkeit und den sagenhaften Klang der Lang-Gitarren und alle wollten so ein Instrument haben. Aufgrund dieses Erfolgs beschloss AL, im Jahre 1952, sich ausschließlich dem Bau von Schlaggitarren zuzuwenden.

Der Absatz boomte. Um der gestiegenen Nachfrage Herr zu werden wurden die Instrumente in Kleinserie gebaut. Eine Serie umfasste immer 3 bis 6 baugleiche Modelle, was eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit zur Folge hatte. Den Extrawünschen der Kunden wurde dabei, in vorgegebenem Rahmen, Rechnung getragen. Dieses Herstellungsprinzip behielt AL über den gesamten Zeitraum seines Schaffens bei.

Zeitgleich gab es Anfragen von Musikhäusern die das Erfolgsmodell in ihr Verkaufsprogramm aufnehmen wollten. So entwickelte Artur Lang, exklusiv für verschiedene Vertreiber, spezifische Varianten mit geringfügigen Abweichungen vom Grundmodell.

Die frühen Gitarren besitzen im Korpusinneren ein eingeklebtes Label mit dem Firmenlogo und einen oder mehrere Brandstempel. Das Label und die Brandstempel verschwanden nach kurzer Zeit.

Um eine Zuordnung vornehmen zu können wurden die Modellgruppen in zwei Bereiche unterteilt:

STANDARD — Modelle mit Grundausstattung

LUXUS — Modelle mit gehobener Ausstattung

Dabei wurde als wichtiges Kriterium die Form der Schalllöcher und die spezifische Art der Ausführungsvarianten zugrunde gelegt. Eine exakte Abgrenzung der Bereiche ist leider nicht möglich, sodass es vereinzelt zu Überschneidungen kommen kann.

Die Zuordnung ist das Ergebnis der Auswertung der Daten von ca. 50 Exponaten.

TIEFCUTAWAY- MODELLE LANG

Entwicklungsmodelle TLE

Entwicklungsmodell 1, Quelle: HR

 

Bei den Entwicklungsmodellen ist eine Zuordnung in eine Modellgruppe nicht möglich.

TLS – Tiefcut Lang Standard

Basisdaten TLS:

  • Cutaway                                               Normal, tief
  • Hals-Korpusübergang                  Ende 14. Bund
  • Mensur                                                 62,5 cm
  • Korpusbreite großer Bug           42,5-43 cm
  • Korpusbreite kleiner Bug           31 cm
  • Taille                                                      27,5 cm
  • Korpuslänge                                      53 cm
  • Zargenhöhe                                       8,5-9 cm
  • Schalllöcher                                      Sichelform (selten geteilte Löcher)
  • Halsbefestigung                             geleimt
  • Halssperrung                                    3-fach (selten 7-fach
  • Halsfußform                                      parallel
  • Halsfußprofil                                     kreisförmig oder ballig
  • Kopfplatte                                          einstückig, mit Volute (selten ohne)
  • Kopfplattenform                             unsymmetrisch
  • Kopfplattenauflage                       Ebenholz
  • Kopfplattenbinding                       einfach
  • Kopfplattenlogo                              Perloid
  • Griffbrett                                            Palisander
  • Griffbretteinlagen                          5 Balken aus Perloid, der letzte im 12. Bund
  • Griffbrettbinding                            einfach
  • Bundmarken                                     keine
  • Deckenbinding                                8-fach
  • Bodenbinding                                  einfach (selten 4-fach)
  • Schallloch-Binding                        einfach
  • Zargenbinding                                 nein
  • Mechaniken                                      Band, offen, mit 6mm Wellen
  • Saitenhalter                                      V-Form
  • Schlagbrett                                       Nierenform
  • Lackierung                                        natur, redsunburst

Eine exakte Einstufung der Gitarren aufgrund der Schallochform ist bei dieser Modellgruppe nicht möglich.

TLL – Tiefcut Lang Luxus

Die Spezifikation entspricht dem TLS-Modell mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher                               geteilt
  • Zargenbinding                          2-fach
  • Bodenbinding                           8-fach
  • Schalllochbinding                   4-fach
  • Halsbefestigung                     geleimt oder geschraubt
  • Halssperrung                            5-7-fach
  • Halsfußform                              konisch oder parallel
  • Halsfußprofil                             kreisrund
  • Griffbrett                                    Ebenholz, einlagig (selten doppellagig)
  • Griffbretteinlagen                  6 Stück, parallelogrammförmig, aus Perlmutt
  • Bundmarken                             5 Stück, kreisförmig
  • Kopfplattenauflage               Metallplatte graviert (selten Ebenholz)
  • Mechaniken                               Band, offen, mit 6-oder 10mm-Wellen
  • Saitenhalter                               Lyra-oder V-Form

TIEFCUTAWAY- MODELLE ALOSA

ALOSA

ALOSA war der erste Händler der Lang-Gitarren vertrieben hat.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Kontakt zu Lang über Gustav Glassl zustande kam, der Alosa seit seiner Selbstständigkeit belieferte.

Auffälligstes Merkmal der Exponate ist die unsymmetrische Kopfplattenauflage aus Plastik, ohne Logo, mit keilförmiger Einlage.

Das nachfolgend abgebildete frühe Modell ist ein Beispiel für die konstante Entwicklung der Marke ALOSA. Die Gitarre ist eine der ersten die an die Firma Sandner geliefert wurde. Sie besitzt noch ein Label und einen Brandstempel in ihrem Inneren. Das eingravierte Logo im Saitenhalter gab es zu diesem Zeitpunkt ebensowenig wie die ausgerundeten Schalllochenden.

Aus dem Ursprungsmodell wurden 2 Varianten generiert:

TAS – Alosa Standard

Die Spezifikation entspricht dem TLS-Modell mit folgenden Attributen:

  • Bodenbinding                    8-fach
  • Kopfplatte                            unsymmetrisch, angeschäftet oder einstückig
  • Kopfplattenauflage         Plastik mit Alosa-Design, ohne Logo
  • Halssperrung                      7-fach
  • Halsfußform                        konisch
  • Halsfußprofil                       spitzballig
  • Halsbefestigung               geschraubt
  • Volute                                     ja oder nein
  • Griffbrett                              Ebenholz, 2-lagig
  • Griffbretteinlagen            6 Balken aus Plastik, weiss; die letzte im 17. Bund
  • Mechaniken                        Band, offen, mit 6-oder 10mm-Wellen

TAL – Alosa Luxus

Die Spezifikation entspricht dem TAS-Modell mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher                      geteilt
  • Zargenbinding                 2-fach
  • Kopfplatte                         asymmetrisch, angeschäftet (selten einstückig), ohne Volute
  • Griffbrett                            2-lagig mit Einfachbinding
  • Kopfplattenauflage      Plastik ohne Logo (selten Ebenholz mit Logo)
  • Kopfplattenbinding      4-fach (selten 2-fach)
  • Griffbretteinlagen         6 Stück, parallelogrammförmig aus Perlmutt
  • Bundmarken                    5 Stück, kreisförmig
  • Mechaniken                     Band-oder Einzelmechaniken, versenkt, mit 10mm Wellen
  • Saitenhalter                     V-oder Harfenform mit eingraviertem Logo

Ausführliche Informationen über eine Alosa TAL im frühen Lieferstadium gibt es hier:
http://schlaggitarren.de/archtop/restauration-einer-lang-von-alosa/

Aufgrund der Firmenphilosophie von Alosa wurden in der Folgezeit einige Korrekturen und Ergänzugen am Modell vorgenommen, die hier erläutert werden:
http://schlaggitarren.de/archtop/restauration-einer-alosa-black-king/

TIEFCUTAWAY – MODELLE MASTRO ARTURO

Die MASTRO ARTURO wurde für die Firma Zöphel in Aschaffenburg designed.

Dessen Inhaber, Walter Zöphel, war ein Freund von Hans Brauns, von Musik Schmid in Frankfurt, welcher den Kontakt zu Lang herstellte.

Es gibt 2 Varianten mit folgenden Merkmalen

TMS – Mastro Arturo Standard

Die Spezifikation entspricht dem TLS-Modell mit folgenden Attributen:

  • Kopfplattenauflage                    Ebenholz, mit Logo aus Plastik
  • Kopfplattenbinding                    3-fach (selten 1-fach)
  • Halsbefestigung                          geleimt (selten geschraubt)
  • Halsfußform                                  konisch oder parallel
  • Halsfußprofil                                 spitz oder ballig
  • Griffbrett                                        erst Ebenholz, später Palisander
  • Griffbretteinlagen                     6 oder 5, aus Perlmutt oder Plastik
  • Saitenhalter                                  Harfe oder V-Form
  • Schlagplatte                                 Niere (selten Tropfenform)
  • Lackierung                                    redsunburst oder schwarz mit hellen Zargen

TML – Mastro Arturo Luxus

Die Spezifikation entspricht dem TMS-Modell mit folgenden Attributen:

  • geteilte Schalllöcher
  • 2-faches Zargenbinding
  • Halssperrung 7-fach
  • Ebenholzgriffbrett 2-lagig mit seitlichen, kreisförmigen Bundmarken
  • Ebenholzkopfplatte mit Logo in Perlmutt
  • 6 parallelogrammförmige Griffbretteilagen aus Perlmutt, die letzte im 15. Bund
  • Einzelmechaniken standardmäßig, teilweise versenkt

TP – MODELL PRÄMUS

Die Spezifikation für dieses Modell wurden 1952 von Artur Lang, zusammen mit Friedrich Brauns, dem früheren Inhaber des renommierten Musikgeschäfts Schmidt in Frankfurt, festgelegt. Der Name PRÄMUS ist die Abkürzung von „Präzisions Musikinstrumente“.

Das Modell gab es nur in einer Ausführung.

Die PRÄMUS-Modelle kamen im Jahr 1953 auf den Markt. Das Musikhaus soll um die 50 Instrumente verkauft haben. Alle über Schmidt vertriebenen Gitarren waren mit einem Metallschild versehen, das mit 2 Nagelstiften an der der Kopfplatte befestigt war.

Im Liefervertrag war vereinbart, dass Artur Lang Instrumente mit diesem Namen und Design, aber ohne Firmenschild, auch direkt vermarkten durfte.

 Daten des Modells:

  • Korpusabmessungen wie TLS
  • geteilte Schalllöcher
  • Schalllöcher um ca. 5mm breiter als bei den übrigen Modellen
  • Zargenbinding 3-fach (selten 2-fach)
  • Hals geschraubt
  • Halsverstärkung anfangs ohne, dann mit Stahlschiene
  • Halsfußform konisch, mit spitzballigem Halsfußprofil
  • Ebenholzgriffbrett 2-lagig
  • 3-4 rechteckige Bundmarken aus Perlmutt
  • Griffbretteinlagen in Parallelogrammform aus Perlmutt, die letzte im 17. Bund
  • Kopfplatte mit spitzer Form, an den Hals angeschäftet, ohne Volute
  • Kopfplattenauflage aus Metall, graviert, mit Prämus-Logo
  • Furnierplatte auf Kopfplattenunterseite mit eingelassenen Mechaniken
  • offene Einzelmechaniken mit Galalithwellen, ohne Einschlaghülsen
  • Ebenholzsteg mit stufenförmigem Unterteil – Eigenanfertigung (selten Tellersteg)
  • Saitenhalter in Harfenform, ohne Gravur
  • Schlagbrett in Nierenform
  • Lackierung: redsunburst, schwarz oder natur

Das Modell blieb, mit Ausnahme der Schalllochkorrektur und der Halsverstärkung, über die gesamte Laufzeit nahezu unverändert.

Entwicklungsschritte bei den T- Modellen über einen Zeitraum von ungefähr 5 Jahren:

  • tropfenförmige Schalllöcher entfallen
  • Bodenmittenspan entfällt
  • Formänderung des sichelförmiges Schalllochs
  • spitze Ecken in den sichelförmigen Tonlöchern ausgerundet
  • Label und Brandstempel im Korpusinneren entfallen
  • Grössenänderung der geteilten Schalllöcher
  • Einbau einer Halsverstärkungsschiene
  • Verlagerung der seitlichen Bundmarken in das Griffbrettbinding
  • Konische Halszunge unter dem Griffbrettende
  • Änderung der Halsfußform und des Halsfußprofils
  • Steg als Zukaufteil
  • Änderung der Schlagplattenform, inklusive Befestigung

Die Auflistung und Zuordnung der einzelnen Ausführungsmerkmale für die jeweiligen Modelle erfolgte auf Wunsch der Vertreiber, die für ihre Kataloge und Preislisten Unterscheidungsmerkmale benötigten. Auch private Kunden von Lang hatten in begrenztem Umfang die Möglichkeit, Varianten in der Ausstattung selbst zu bestimmen.

Gleiche Modelle sind nicht immer exakt identisch untereinander. Die Gründe dafür sind den speziellen Wünschen der Kunden sowie konstruktions- und fertigungsbedingten Änderungen geschuldet.

Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die unterschiedliche Ausstattung der verschiedenen Modelle.

SCHLAGGITARREN MIT GROSSEM KORPUS

Angeregt durch die Wünsche seiner Spielerkunden hatte es sich Artur Lang zur Aufgabe gemacht, eine Schlaggitarre zu entwickeln, deren akustische Eigenschaften, gepaart mit einer optimalen Bespielbarkeit, neue Maßstäbe setzen sollte.

Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen.

Es bietet das Optimum hinsichtlich akustischer Präsenz und Handling.

Die Gitarristen bekannter Bigbands und Tanzorchester spielten vorzugsweise die Modelle dieser Baureihe.

In der ersten Zeit nach der Produkteinführung hat AL eine ganze Anzahl von Änderungen vorgenommen.

Der Einfachheit halber wurde für alle Instrumente mit flachem Cutaway der Begriff „Vorserie“ eingeführt.

Die Serie beginnt ab Einführung des venezianischen Cutaways.

ENTWICKLUNGSMODELL MIT GROSSEM KORPUS

Die nachfolgende Gitarre ist das Urmodell aller nachfolgenden Modelle mit großem Korpus. Sie befindet sich in absolut originalem Zustand und besitzt im Inneren 2 Brandstempel und eine handschriftliche Datumsangabe vom Dezember 1954.

Der eingeschraubte Hals, mit 21 Bünden und konischem Halsfuß, stammt noch vom TP-Modell.

Das voluminöse Schlagbrett aus Zelluloid ist nur auf den allerersten Exemplaren zu finden.

Interessant ist der von AL angefertigte Hals-Tonabnehmer. Das Unikat, das heute noch im Einsatz ist, besteht aus einer U-Stahl-Schiene mit eingeklebtem Pertinax-Gehäuse, in das eine Spule mit Magneten verschiedener Höhe mit Kerzenwachs eingegossen ist.

Die Höhenverstellung des Stegs wurde erst im Zuge der Restaurierung implementiert. 

 STD0 – VORSERIENMODELL STANDARD

 Daten des Modells:

  • Cutaway                                               flach
  • Gesamtgewicht ohne PU:           2800-3000 Gramm
  • Hals-Korpusübergang                  Ende 14. Bund
  • Mensur                                                 63cm
  • Korpusbreite großer Bug           43,5-44cm
  • Korpusbreite kleiner Bug           32-32,5cm
  • Taille                                                      27,5-28cm
  • Korpuslänge                                     53,5-54cm
  • Zargenhöhe                                      7,5-9,5cm
  • Deckenbinding                                8/9-fach
  • Bodenbinding                                  einfach
  • Schalllöcher                                      sichelförmig mit 1-fach-Binding
  • Halsbefestigung                             geleimt
  • Halssperrung                                    5/7-fach
  • Halsverstärkung                             Stahlschiene
  • Halsbreite am Sattel                     43-45mm
  • Halsbinding                                        1-fach (selten 4-fach)
  • Anzahl der Bünde                           22
  • Halsfußform                                     parallel
  • Halsfußprofil                                    flach (selten ballig oder rund)
  • Hals und Kopfplatte                     einstückig, mit separatem Halsfuß und Volute
  • Griffbrett                                           Palisander
  • Griffbretteinlagen                        5 Balken aus Perloid (selten Dots)
  • Kopfplatte                                        unsymmetrisch mit Einfachbinding (selten im Gibson-Design)
  • Kopfplattenauflage                     Ebenholz mit Logo in Plastik
  • Steg                                                     Ebenholz, selten Palisander, höhenverstellbar
  • Mechaniken                                    Band, offen, mit 6 oder 10mm Wellendurchmesser
  • Saitenhalter                                    V- oder ABM-Jazz Design, mit Logo
  • Schlagbrett                                     Nierenform
  • Lackierung                                      natur, redsunburst, schwarz

STD – SERIENMODELL STANDARD

Spezifikation wie Vorserien-Modell STD0 aber mit etwas größerem Korpus:

  • Korpusbreite großer Bug 44-44,5cm
  • Korpusbreite kleiner Bug 33-33,5 cm
  • Korpuslänge 54,5-55cm
  • Halsfußprofil flach, selten ballig

SUP0 – VORSERIENMODELL SUPER

Spezifikation wie Vorserien-Modell STD0 mit folgenden Attributen:

  • Mensur                             anfangs 63,5cm, später 63cm
  • Schalllöcher                   geteilt mit 4-fach-Binding (selten 3-fach)
  • Zargenbinding              2-fach (selten ohne)
  • Halsbefestigung          anfangs geschraubt, dann geleimt
  • Halsbinding                    4/2/1-fach
  • Anzahl der Bünde        anfangs 21, dann 22
  • Halsfußprofil                  flach, ballig (selten rund)
  • Griffbrett                          Ebenholz
  • Griffbretteinlagen        6 parallelogrammförmige Einlagen aus Perlmutt
  • Bundmarken                   5 Stück, schwarz/rot
  • Kopfplattenauflage     Metall mit Gravur (selten Ebenholz mit Logo in Perlmutt)
  • Mechaniken                    Band oder einzeln, offen, 6-oder 10mm Wellendurchmesser
  • Saitenhalter                    V-oder Lyra-Form, mit Logo (selten ohne)

SUP0 – Alosa

Es wurden nur wenige Exemplare mit dem Logo ALOSA ausgeliefert.

SUP0 – Mastro Arturo

SUP – SERIENMODELL SUPER

Spezifikation wie Serien-Modell STD mit folgenden Attributen:

  • Schalllochform                          geteilt
  • Schalllochbinding                    4-fach (selten 3-fach)
  • Zargenhöhe                                8-9,5cm (selten 10cm)
  • Zargenbinding                           2-fach (selten ohne)
  • Deckenbinding                          8/9-fach
  • Bodenbinding                            anfangs 8/9-fach (später 1-fach)
  • Halsbinding                                 1-4-fach (selten 2-fach)
  • Halsbreite am Sattel              43-45mm (selten 42mm)
  • Halsverstärkung                      Stahlprofilschiene (später Trussrod)
  • Griffbrett                                      Ebenholz
  • Griffbretteinlagen                   6 (selten 7) parallelogrammförmige Einlagen aus Perlmutt
  • Bundmarken                              5 (selten 6), kreisförmig, schwarz/rot
  • Kopfplatte                                  unsymmetrisch (selten Gibson-Design)
  • Kopfplattenauflage               Metallplatte mit Gravur oder Ebenholz mit Logo in Perlmutt
  • Mechaniken                               Band/ einzeln, offen, 6 oder 10mm Wellen
  • Saitenhalter                               V-Form oder Tremolo (selten ABM, Lyra, Harfe)
  • Schlagbrett                                Nieren-Form (selten Schaller-Platte oder Standard-Design)

SUP – Prämus

Es wurden nur wenige Exemplare mit dem Logo „Prämus“ ausgeliefert.

SDL – MODELL SUPER DE LUXE

Spezifikation wie Serien-Modell SUP mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher                              F mit 2-fach Binding (selten 3-fach)
  • Zargenbinding                         3-fach (selten 2-fach oder ohne)
  • Hals und Kopfplatte             einstückig mit separatem Halsfuß
  • Volute                                          ja (später nein)
  • Halsbinding                              1/3/4-fach
  • Halsbreite am Sattel           43-45mm, (selten 42/46mm)
  • Halsverstärkung                   Stahlprofilschiene (später Trussrod mit Cover, selten ohne Cover)
  • Bundmarken                           5/6/7 kreisförmig, schwarz/rot (selten Perlmutt)
  • Mechaniken                            einzeln, offen oder gekapselt (selten Band)
  • Saitenhalter                            V-Form, Harfe, Lyra, ABM mit Logo (selten ohne Logo)
  • Schlagbrett                             Niere, Standard oder Schaller-Platte

SEMI-MODELLE MIT HALBER ZARGENHÖHE

Als Anfang der 60er Jahre Fender und Gibson mit Tele, Strato und ES335 den Markt eroberten, konnte sich auch Artur Lang dem Trend nicht entziehen. Im Unterschied zu den modernen, elektrischen Gitarren wollte AL aber keine Abstriche bei den akustischen Fähigkeiten seiner Instrumente machen.

Die erste Semi mit großem Korpus entspricht dem großen STD-Modell mit halber Zargenhöhe.

SEMI-MODELL MIT GROSSEM KORPUS

HGS0 – Semi, Korpus gross, Standard, flaches Cutaway

Das Ergebnis ist beeindruckend. Akustisch ist sie so mächtig wie ihre dickbauchigen Schwestern, aber mit etwas weniger Bässen.

Das Handling und die Bespielbarkeit lassen keine Wünsche offen.

Details über dieses Modell gibt es hier:

RESTAURATION EINER LANG – SEMI

SEMI-MODELLE MIT KLEINEM KORPUS

HKS – Semi, Korpus klein, Standard, normales Cutaway

Bilder: HKS Quelle: Kaspar Glarner

Spezifikation gemäß KNS, mit halber Zargenhöhe

HKS – Mastro Arturo

 

Bild: HKSM mit Dots Quelle: ebay

HKL – Semi, Korpus klein, Luxus, normales Cutaway

Bilder: HKL Quelle: Grechenig Walter

Spezifikation gemäß HKS, mit folgenden Attributen:

  • Schalllöcher                  F
  • Zargenbinding             nein (selten 1-fach)
  • Kopfplatte                     unsymmetrisch mit Metallplatte, graviert
  • Griffbrett                       Ebenholz
  • Griffbretteinlagen    6 Stück, parallelogrammförmig, aus Perlmutt
  • Saitenhalter                V-Form

ÖKO-MODELLE/ HALBE ZARGENHÖHE & NORMALES CUTAWAY

Alle ÖKO-Modelle besitzen einen kleinen Korpus mit massiven, gepressten Decken und Böden. Auffälliges Merkmal ist das Ebenholzgriffbrett mit kreisförmigen Einlagen aus Perlmutt. Dieses Modell gab es mit Sichel-oder F-Löcher.

HOE – Sichellöcher

HOE- F-Löcher

Bild: HOE F-Loch Quelle: Palfinger

 Spezifikation gemäß Modell OES, mit unterschiedlicher Ausstattung:

  • Schalllöcher             Sichel oder F
  • Zargenbinding        nein (selten 1-fach)
  • Halsbefestigung    geleimt oder geschraubt mit Bodenplatte
  • Volute                          ja
  • Kopfplatte                 unsymmetrisch mit Metallplatte, graviert
  • Bundmarken            mit und ohne
  • Saitenhalter             ABM Jazz, Lyra oder V-Form
  • Mechaniken             Band oder einzeln, offen

SEMI-MODELLE MIT MINI-KORPUS

Dem Trend der frühen 60er Jahre, hin zu elektrisch verstärkten Gitarren mit kleinem Korpus, konnte sich auch Artur Lang nicht entziehen. Trotz unverkennbarer Ähnlichkeit seiner Instrumente mit Erfolgsmodellen der damaligen Zeit, war er jedoch sehr darauf bedacht, eigene, unverwechselbare Akzente zu setzen. Bemerkenswert ist das optimale Handling sowie die akustische und elektrische Präsenz seiner Gitarren.

Es gibt 2 Ausführungen:

HMS1 – Semi, Mini, Standard, einfaches, tiefes Cutaway

Spezifikation gemäß HML1 mit folgenden Attributen:

  • Decke und Boden        massiv, gepresst
  • Zargenbinding               nein (selten 1-fach)
  • Griffbretteinlagen        in 6 Bünden, kreisförmig, aus Perlmutt
  • Halsbefestigung           geleimt oder mittels Bodenplatte verschraubt
  • Mechaniken                    Band, offen
  • Saitenhalter                    V-Form graviert, ABM-Jazz, Tremolo

HML1 – Semi, Mini, Luxus, einfaches, tiefes Cutaway

Basisdaten

  • Decke und Boden                       massiv, ausgearbeitet
  • Cutaway                                          Normal, tief
  • Breite großer Bug (cm)           39,5 – 40
  • Breite kleiner Bug (cm)           30
  • Taille (cm)                                       25
  • Korpuslänge (cm)                       51
  • Mensur (cm)                                 62/63
  • Schalllochform/ Länge           F, 18cm lang
  • Zargenhöhe (cm)                       5-5,5
  • Zargenbinding                            1-fach (selten ohne)
  • Deckenbinding                           8- oder 9-fach
  • Bodenbinding                             1-fach oder 8-fach
  • Anzahl Bünde                             22 (selten 21)
  • Halsverstärkung                       Metallschiene oder Trussrod
  • Halsbefestigung                       geleimt (selten geschraubt)
  • Halssperrung                             5/7-fach
  • Volute                                            ja (selten ohne)
  • Kopfplatte                                   assymetrisch mit Metallauflage, graviert
  • Griffbrett                                     Ebenholz
  • Griffbretteinlagen                   parallelogrammförmig, in 6 Bünden, aus Perlmutt
  • Mechaniken                               Einzel-oder Bandmechaniken, offen
  • Steg                                                Ebenholz, höhenverstellbar oder Rollensteg
  • Saitenhalter                                V-Form graviert / Tremolo
  • Schlagbrettform                      Standard klein
  • Lackierung                                 naturhell, schwarzrot schattiert

SEMI MIT MINI-KORPUS UND DOPPELCUTAWAY

Diese Variante ist in der Korpusform der Gibson ES 335 nachempfunden.

Es gibt sie in 2 Ausführungen:

HMDL – Semi, Mini, Doppelcut, Lange Hörner

Um das Feedback zu minimieren wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Verlängerung des Halsblocks
  • Fichtendecke und Ahornboden massiv, gepresst
  • 2 überdimensionale Längsbalken , endseitig mit Basis-und Halsblock verleimt

Modelldaten:

  • Breite großer Bug                       40,5 cm
  • Breite kleiner Bug                       28,5 cm
  • Taille                                                  23,5 cm
  • Korpuslänge                                  48 cm
  • Mensur                                             63 cm
  • Stimmstock                                   nein
  • Zargenhöhe                                   5,5 cm
  • Anzahl Zargenbinding              0
  • Anzahl Deckenbinding             5
  • Anzahl Bodenbinding               1
  • Anzahl Bünde                              20
  • Halsbefestigung                        verschraubt mit Bodenplatte
  • Volute                                             nein
  • Halssperrung                             5-fach
  • Halsverstärkung                      Trussrod
  • Kopfplatte Metallplatte        graviert, selten Ebenholz
  • Griffbretteinlagen                   in 6 Bünden, Parallelogramm-förmig
  • Mechaniken                               einzeln, offen oder gekapselt, von Schaller
  • Saitenhalter                               Tremolo
  • Lackierung                                 naturhell

HMDK – Semi, Mini, Doppelcut, Kurze Hörner

Spezifikation wie Semi-Modell HMDL mit folgenden Attributen:

  • Verschiebung der Cutaways in Richtung großer Bug
  • Kürzung der Hörner am Cutaway
  • Halssperrung 7-fach

Zusätzliche Maßnahmen zur Feedback-Minimierung:

  • weitere Verlängerung des Halsblocks
  • Verkleinerung der Deckenschwingfläche
  • Verkleinerung des Korpusvolumens

Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die unterschiedliche Ausstattung der verschiedenen Modelle.


Herbert Rittinger 2020

KAPITEL 01 FAMILIENGESCHICHTE

BIOGRAPHIE

Artur Lang wurde am 04.November 1909 in Schönbach bei Eger, im Sudetengau, geboren.

Nach 5 Jahren Volksschule und 3 Jahren Mittelschule, begann er eine 3-jährige Lehre als Gitarrenbauer bei Anton Hoyer, dem Vater von Rodebald Hoyer. Nach dem Ende der Ausbildung war er bei mehreren Meistern als Geselle tätig. Beim tschechischen Militär absolvierte er seinen Wehrdienst der 2 Jahre dauerte. Danach hat er wieder in seinem Beruf gearbeitet und im Jahre 1930 ein Gewerbe zum Bau von Gitarren angemeldet. Fortan fertigte er Zupfinstrumente, im Lohnauftrag oder in eigener Regie, bis er, nach dem Anschluss des Sudetenlandes an das Deutsche Reich zum Flugzeugbauer umgeschult wurde. Gleich am ersten Tag des Kriegsbeginns wurde er eingezogen und kam als Soldat an die Front. Nach Kriegsende wurde er an die Russen ausgeliefert und verbrachte 3 Jahre in sibirischer Gefangenschaft.

Als gesundheitlich angeschlagener Mensch kehrte er 1948 zurück nach Mittenwald, wohin seine Frau und seine Tochter bereits umgesiedelt worden waren. Der Versuch, in Mittenwald Zupfinstrumente zu fertigen scheiterte am Widerstand der dortigen Instrumentenbauerinnung. So zog Artur Lang mit seiner Familie nach Garmisch-Partenkirchen, wo er eine eigene Werkstatt eröffnete und die Meisterprüfung ablegte.

Zuerst baute er Konzertgitarren, Wappengitarren und Kontragitarren, aber schon nach kurzer Zeit wandte er sich der Schlaggitarre zu.

Obwohl es von Lang selbst keine Modellbezeichnungen gibt, kann man seine Instrumente in Modellgruppen einordnen, die in den Katalogen der von LANG belieferten Musikhäuser zu finden sind.

Die ersten Modelle mit der Korpusgröße von 43 cm waren ohne Cutaway, wobei der Hals und die Kopfplatte eine enge Verwandtschaft mit den Schwestern aus dem klassischen Bereich aufweist.

Wenig später folgten dann die Modelle mit tiefem Cutaway.

In den darauffolgenden Jahren wurden neue Modellreihen und Sondermodelle entwickelt und ins Programm aufgenommen.

Mit fortschreitender Zeit entwickelte Lang seinen eigenen, unverwechselbaren Stil.

Zum Ende der 50er Jahre endete die wichtigste Phase der Entwicklung seiner Schlaggitarren und es waren Standards gesetzt, die über die gesamte Schaffensperiode unverändert blieben.

Fortan gibt es keine grundlegenden Veränderungen seines Programms und seiner Instrumente, jedoch sind laufend Verbesserungen und Weiterentwicklungen erfolgt, über die noch im einzelnen berichtet wird.

Anfang der 70er Jahre, als der Verkauf der Schlaggitarren stagnierte, fertigte AL eine kleine Anzahl von Konzert-Wappen-und Kontragitarren.

Seine ausschließlich aus massiven Hölzern bestehenden Instrumente fertigte Artur Lang selbst, von Hand, ohne fremde Hilfe und mit einfachsten Werkzeugen und Hilfsmitteln. Nur wenige Arbeitsgänge, wie das Gravieren der Metallplatten oder das Einsetzen der Einlagen ins Griffbrett und in die Kopfplatte, wurden von externen Handwerkern durchgeführt.

Eine schwere Herzerkrankung zu Beginn der siebziger Jahren zwang ihn zur Einstellung der Produktion.

Die Lackierung der noch vorhandenen Komponenten übernahm ein benachbarter Instrumentenbauer.

STATIONEN IN ARTUR LANG’s LEBEN

  • geboren am 04.11.1909 in Schönbach im Egerland
  • 1916 bis 1924 Besuch der Volks- und Bürgerschule
  • 1924 bis 1927 Lehre als Gitarrenbauer in Schönbach
  • 1927 bis 1928 Tätigkeit als Geselle bei mehreren Gitarrenbaumeistern
  • ab 1928 2 Jahre Dienstzeit beim tschechischen Militär
  • 1930 bis 1938 Tätigkeit als angestellter und selbständiger Gitarrenbauer
  • 1938 bis 1939 Umschulung zum Flugzeugbauer
  • 1939 bis 1945 Soldat bei der deutschen Wehrmacht
  • ab 1945 Kriegsgefangenschaft in Sibirien
  • 1948 Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Mittenwald
  • 1949 Umzug nach Garmisch Partenkirchen
    • Eröffnung einer Werkstatt für Zupfinstrumentenbau in der Breitenau
    • Ablegung der Meisterprüfung
  • 1952 Verlagerung des Fertigungsschwerpunkts auf den Bereich Schlaggitarren
  • 1953 Beginn der Zusammenarbeit mit Musik Schmidt in Frankfurt und Zöphel in Aschaffenburg
  • 1957 Umzug in sein eigenes Reihenhaus mit Werkstatt in der Brandstraße 8a
  • 1972 Einstellung der Produktion wegen schwerer Krankheit
  • Am 20. Juli 1975 starb Artur Lang im Alter von nur 65 Jahren.

WO UND WIE ALLES BEGANN

1949, ein Jahr nach seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Sibierien, übersiedelte Artur Lang mit seiner Frau Adele und der gemeinsamen Tochter Erika, von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen. Sie waren im Ostflügel von Block 4 der ehemaligen Krafft von Dellmensingen-Kaserene (später Artilleriekaserne) in der Breitenau untergebracht. (auf dem Bild das 4. Gebäude von links) Dort bewohnten Sie eine 2 Zimmer-Wohnung im ersten Stock. Das Gebäude diente zu jener Zeit als Auffanglager für vertriebene Sudetendeutsche aus der Tschechei. Die meisten Mitbewohner kamen aus Schönbach/ Eger.

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Bild: Krafft von Dellmensingen-Kaserne / Quelle: Internet

Im Zusammenhang mit der Entstehung der Lang-Gitarren müssen 2 Personen genannt werden die, wie Lang, im Ostflügel von Block 4 wohnten.

Otto Fuchs

Der Bruder von Adele Lang, wohnte auf der gleichen Etage und war spezialisiert auf die Bearbeitung von Tonholz. Darüber hinaus war er ein sehr guter Gitarrist der AL bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützte.

Er war es auch der AL dazu ermunterte wieder in seinem Beruf zu arbeiten und der ihm das erste Material zum Bau einer Gitarre kaufte.

Seine geräumige Werkstatt befand sich im Keller. Auf Kopierfräsmaschinen fertigte er Decken-und Boden-Rohlinge auch für Lang, von dem die Modelle stammten. Später übernahm sein Sohn Walter den Betrieb.

Ab 1957 wohnte Otto Fuchs mit seiner Familie im Obergeschoß des neuen Reihenhaus von Artur Lang in der Brandstraße 8a. Seine Werkstatt verblieb jedoch, bis zur Schliessung, in der Breitenau.

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Bilder: Otto Fuchs mit Artur Lang und dessen Familie / Quelle: HR

Franz Fuchs

Geigenbauer aus Schönbach, verwandt mit den Tonholzhändlern Gebr. Fuchs in Mittenwald, wohnte zusammen mit seiner Frau Elisabeth und den Kindern Gerald und Ingunde im Erdgeschoß.

Er kaufte im Jahr 1947 eine Fuhre Balken vom Dachstuhl der durch Bomben zerstörten Münchner Liebfrauenkirche, die in Oberau bei Oberammergau zu Tonholz aufgeschnitten wurden. Aus den Rohholzplatten fertigte er Klangkomponenten für Geigen und Celli. Einen Teil davon verkaufte er an Artur Lang, der daraus Decken für seine Instrumente herstellte.

Die ausführliche Geschichte vom Domholz und den daraus entstandenen Domgeigen, verfasst von Gerald Fuchs, dem Sohn von Franz Fuchs, kann unter diesem Link abgerufen werden.

www.domgeigen.de

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Bilder: Franz Fuchs, zerbombte Liebfrauenkirche, Logo von Franz Fuchs / Quelle: Gerald Fuchs

ERICH RAUSCHMAYR – Freier Mitarbeiter von A. Lang

Durch einen glücklichen Zufall bin ich bei meinen Recherchen auf einen in Farchant bei Garmisch Partenkirchen lebenden Gitarrenbauer namens Erich Rauschmayr gestoßen. Bei meiner ersten telefonischen Kontaktaufnahme stellte sich heraus, daß dieser Artur Lang sehr gut kannte und er war sofort bereit, mir Auskunft über seine Beziehung zu ihm zu geben.

Im Februar 2007 habe ich ihn besucht und dabei folgendes in Erfahrung gebracht:

Erich Rauschmayr (ER) war Meister bei der Fa. Winter in Ohlstadt. Diese produzierte Konzertgitarren und Kontrabässe. In den 70er Jahren übernahm ER die Fa. Winter als Pächter. Als die Nachfrage nach Zupfinstrumenten drastisch zurückging kündigte er den Pachtvertrag. 2 Jahre später wurde die Firma aufgelöst. Danach arbeitete ER selbständig für die Firma Ostertag. Diese fertigte Konzertgitarren und Selmer-Djangos für HOPF, GEWA und andere. Zum Zeitpunkt des Interviews nahm die Fa. Ostertag keine neuen Aufträge mehr an. Nach der Aufarbeitung und dem Verkauf der Lagerbestände wurde die Firma aufgelöst.

ER hat nur wenige Jazzgitarren im Stil von Artur Lang, ab den 80er Jahren, gebaut. Diese hat er an die GEWA und an direkte Abnehmer (Spieler) verkauft.

ER hat, nach eigener Aussage, nie Originalteile von Artur Lang verwendet. Er hat auch nach dem Tode desselben keine Teile oder Hölzer von ihm übernommen.

Diese Aussage ist, neuesten Erkenntnissen zufolge, nicht ganz zutreffend.

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Bild: Gitarre im Lang-Stil, Baujahr 1985 Quelle: HR

Geschäftsbeziehung zu Artur Lang

Bereits zu Beginn der 50er Jahre kam Rauschmayr mit A.Lang in Kontakt. Dieser wohnte und arbeitete zu dieser Zeit, zusammen mit seinem Schwager Otto Fuchs, in der ehemaligen Kaserne in der Breitenau. Lang hatte seine Wohnung und seine Werkstatt im 1. Stock des Gebäudes. Im Keller standen die Maschinen der Fa. Fuchs, wo die Böden und Decken der Lang-Gitarren vorgefräst wurden.

AL selbst hat, nachdem er die Jazzgitarren in sein Programm aufgenommen hatte, keine Konzertgitarren mehr gebaut. Diese fertigte ab ca. 1955 ER in dessen eigener Werkstatt, im Lohnauftrag für AL. Es waren ca. 50 Stück bis zu dessen Tod. Ebenso war ER auch teilweise am Bau von ca. 20-25 Selmer-Maccaferri-Gitarren beteiligt. Bobby Falta, der Solo-Gitarrist vom Schnuckenack Reinhard Quintett, hatte im Jahre 1968 ein Exemplar zu AL gebracht und von diesem nachbauen lassen. E. Rauschmayr war häufig in der Werkstatt von Lang und hatte so einen guten Einblick in dessen privates und geschäftliches Leben.

Über die Arbeitsweise und die Zulieferer von Lang machte ER folgende Angaben:

  • Decken und Böden von den Lang-Gitarren wurden ausschließlich bei Otto Fuchs vorgefräst. Die Modelle für die Kopierfräsmaschine stammten von AL.
  • Tonhölzer bezog AL bevorzugt von der Firma Gebr. Fuchs aus Mittenwald.
  • Die Griffbretteinlagen und das Logo bei den Kopfplatten ohne Metall, wurden von der Firma Klier in Tennenlohe geliefert.
  • AL fertigte stets Kleinserien von 3-8 Stück. Die übliche Serienlaufzeit betrug 6-8 Wochen.
  • Gegen Ende der 60er Jahre wurden die Stückzahlen der laufenden Serie, bedingt durch den Absatzrückgang bei den akustischen Gitarren und die fortschreitende Krankheit von AL, kleiner.
  • Ab Anfang der 70er hat AL aus Gesundheitsgründen seine Instrumente bei Winter in Ohlstadt lackieren lassen.
  • Die Fa. Gebr. Fuchs aus Mittenwald hat schon vor einigen Jahren seinen Besitzer gewechselt.

Sie firmiert nun unter dem Namen „Tonholz Mannes“

Erich Rauschmayr ist am 15.02.2016, im Alter von 83 Jahren, in Farchant gestorben.


Herbert Rittinger 2020